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pAVK: Lexikon





ACE-Hemmer: Medikamente, die den Blutdruck senken, indem sie ein spezielles Enzym, das Angiotensin Converting Enzym, hemmen. Auch bei Herzinfarkt und Herzmuskelschwäche eingesetzt. Die wichtigsten Wirkstoffe sind Ramipril, Enalapril, Lisinopril und Captopril.

Acetylsalicylsäure (ASS): Schmerz- und Fiebermittel; wirkt auch als Thrombozytenfunktionshemmer und wird zur Vorbeugung von Blutgerinnseln und damit von Durchblutungsstörungen des Herzens und Gehirns eingesetzt.

Amputation: chirurgische Abtrennung eines Körperteils.

Analgetikum (Merhzahl: Analgetika): Schmerzmittel; eingeteilt in Opioide (siehe dort) und Nicht-Opioide.

Angiografie: Gefäßdarstellung, meist mit einer Serie von Röntgenbildern nach Füllung mit Kontrastmitteln (häufig als transfemorale Angiografie meistens mit einem von der Leiste vorgeschobenen Katheter)

Arteriosklerose (Atherosklerose): Umgangssprachlich „Arterienverkalkung“. Häufigste Ursache von Gefäßkrankheiten und Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems. Schädigung der Arterien durch Ablagerungen von Blutfetten, Blutpfropfen, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden.

Belastungs-EKG: Elektrokardiogramm, das unter Belastung des Patienten (meist auf einem Fahrrad-Ergometer) aufgezeichnet wird

Betablocker/Betarezeptorenblocker: Medikamente, die Stresshormone hemmen und beruhigend wirken. Die Pulsfrequenz und der Blutdruck sinken, das Herz verbraucht weniger Sauerstoff. Beispiele für Wirkstoffe: Bisoprolol, Atenolol, Metaprolol, Celiprolol, Propranolol, Talinolol.

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie): Chronische Erhöhung des Blutdrucks (siehe dort) in den arteriellen Blutgefäßen. Wird ein oberer Wert von 140 mmHg beziehungsweise ein unterer Wert von 90 mmHg überstiegen, spricht man von Bluthochdruck. Optimal ist ein Wert von 120 zu 80 mmHg.

Bypass-Operation: Chirurgischer Eingriff zur Überbrückung von Gefäßengstellen; ein Stück einer Beinvene wird entnommen, an das verengte Gefäß angenäht und dann unter anderem direkt mit der Aorta verbunden, sodass die Engstelle umgangen wird; Bypässe können auch aus künstlichem Material gefertigt sein.

Cholesterin: Gruppe innerhalb der Blutfette (Blutlipide).Wichtiger Bestandteil von Körpermembranen. Cholesterin wird zum Teil mit der Nahrung aufgenommen und auch im Körper gebildet. Für den Transport im Körper wird es an Eiweiße gebunden. Diese Verbindungen bezeichnet man als Lipoproteine. LDL-Cholesterin ist das so genannte „schlechte Cholesterin“, weil es sich bei erhöhtem Cholesteringehalt im Blut an den Innenschichten der Gefäße ablagert. Es transportiert vom Körper gebildetes Cholesterin von der Leber weg in den Blutkreislauf. HDL-Cholesterin hingegen bringt das überschüssige Cholesterin aus dem Kreislauf zurück zur Leber. HDL-Cholesterin schützt so die Gefäße vor Fettablagerungen und wird daher das „gute Cholesterin“ genannt.

Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“): Chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel erhöht ist, sich also zu viel Glukose im Blut befindet. Diabetes mellitus zeichnet sich durch absoluten Insulinmangel (Diabetes Typ 1) oder relativen Insulinmangel durch eine gestörte Wirkung des Insulins (Diabetes Typ 2) aus.

Dilatation: Erweiterung, zum Beispiel eines Blutgefäßes

Diuretikum (Mehrzahl: Diuretika): Harntreibendes Medikament, das dem Körper Wasser und Mineralstoffe entzieht. So wird das Herz entlastet und der Blutdruck gesenkt.

Doppler/Dopplersonografie/Doppleruntersuchung: Ultraschalluntersuchung – gibt Auskunft über den Blutfluss und damit indirekt über die Blutgefäße

Duplex-Scan/Duplexsonografie: Kombination von Dopplersonografie und B-Bild-Sonografie in einem Gerät.

Elektrokardiografie (EKG): Herzspannungskurve; zeichnet die elektrischen Aktivitäten der Herzmuskulatur in Form von Kurven auf. Im Herzen läuft vor jedem Herzschlag ein schwacher Strom. Er wird mit kleinen Metallplättchen (Elektroden), die auf den Armen, Beinen und am Brustkorb angebracht sind, gemessen und aufgezeichnet. Der Arzt erkennt aus dem EKG Informationen über Herzrhythmus und -frequenz und mögliche Störungen. Bei einem Ruhe-EKG liegt der Patient, bei einem Belastungs-EKG geht er auf einem Laufband oder fährt auf einem Standfahrrad.

Jod: Jod ist insbesondere für die Funktion der Schilddrüse wichtig. Dabei gilt Deutschland als Jodmangelgebiet: 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung leiden an einer Jodmangelstruma (Kropf). Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone und damit an der Regulierung des Grundumsatzes und zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

KHK (koronare Herzkrankheit): Erkrankung der Herzkranzgefäße, die durch Arteriosklerose verursacht wird; Ablagerungen führen zu Gefäßverengungen und damit zu einer verminderten Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Herzmuskulatur. Hauptsymptom der KHK ist die Angina pectoris, mit zunehmendem Fortschreiten erhöht sich das Risiko für einen Herzinfarkt und andere Krankheiten.

Physiotherapie: Behandlung von Krankheiten durch physikalische Einflüsse (Bäder, Licht- oder Wärmetherapie, Massagen, Krankengymnastik u.a.).

Schlaganfall: Schlagartig, plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns; Unterversorgung der Nervenzellen, sodass es zu Funktionsausfällen kommt.

Stenose: Engstelle, Verengung

Stent: Prothese aus unterschiedlichen Materialien, die das Innere von Hohlorganen (zum Beispiel Blutgefäße, Luftröhre, Speiseröhre) offenhalten soll.

Thrombozytenfunktionshemmer: Hemmer des Verklumpens und anderer Funktionen von Thrombozyten

Triglyzeride: Neutralfette, Teil der Blutfette oder Lipide

Ultraschalluntersuchung: Bildgebendes Verfahren, das Organe mithilfe von Ultraschallwellen darstellt
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